Peter Kulka Architektur

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2016 –
Lingner Altstadtgarten
Dresden

Die Größenordnung des Neubaugebietes erlaubt es, ein eigenständiges kraftvolles Quartier zu schaffen, dass sowohl räumlich aber auch inhaltlich und gestalterisch Akzente setzt und eine Wohlfühl-Atmosphäre entstehen lässt. Dabei soll die differenzierte bauliche Struktur Vielfalt und soziale Durchmischung fördern. Der Reiz dieser Aufgabe liegt in dem Bekenntnis zu einem großstädtischen Viertel, in das sich von Außen nach Innen das Grün einmischt. Dabei wird auf eine entsprechende Maßstäblichkeit der Bebauung zu den angrenzenden Bereichen Wert gelegt. So sind zum Beispiel die Bauten entlang der St. Petersburger Straße und zur Lingnerallee hin in ihrer Ausprägung am großstädtischsten. Im Inneren und zur Bürgerwiese hin sind die Dachlandschaften der Häuser abwechslungsreicher und offener. Differenzierte Parzellengrößen und Haustypen, aneinandergereiht und von verschiedenen Architekten entworfen, antworten auf die Bedürfnisse unterschiedlichster Bewohner und schaffen Vielfalt – dabei haben wir die europäische Stadt im Blick. Individuelle Farbigkeiten und Materialien unterstreichen die Vielfältigkeit der einzelnen Bausteine im Gesamtbild. Unterschiedliche Typen werden entwickelt, um Familien, älteren Bürgern, Studenten und Singles zugleich Wohnraum zu bieten. Alternative Modelle vergrößern das Angebot und schaffen Flexibilität mit vielfältig nutzbaren Einheiten. Dies wiederum fördert die Mischung von Arbeiten, Wohnen und kulturellem Leben.
Die erdgeschossigen Wohnungen können unmittelbar zum Gartenhof hin Terrassen und kleine Freiflächen bekommen. Die darüber liegenden Wohnungen erhalten Balkone oder Loggien. Die einzelnen Höfe sind unterschiedlich in Materialität und Bepflanzung und wirken bewegt und abwechslungsreich. Das neue Viertel verlässt bewusst die schematische Anordnung von geschlossenen Wohnblöcken. Es setzt sich zusammen aus offenen Blöcken und Straßen mit unterschiedlicher Dimensionierung und Wertung. Das primäre Wegekreuz des Viertels ergänzt ein sekundäres Wegesystem durch die einzelnen Höfe. Die Ein- und Ausfahrten der Tiefgaragen liegen in den äußeren Quartierstraßen und sind in die Bebauung im Erdgeschoss integriert. Die Stellplätze sind den Häuser zugeordnet (gute Erreichbarkeit und Sicherheit).

Entwurf: 2016
Planungs- und Bauzeit: 2016 -
NF: 13.200 m²
BGF: 18.500 m² (+ 4.000 m² TG)
BRI: 58.800 m³
Bauherr: Immovation AG

Entwurf: Prof. Peter Kulka
Gesamtkoordination: Katrin Krüger
Mitarbeiter: Steffen Kirchberger,
Anna Nikodem, Justus Poth,
Kevin Weidemann

Visualisierung: Peter Kulka Architektur