Peter Kulka Architektur

preview    next

2003
Aula der Universität
Leipzig

Die spätgotische Paulinerkirche war Teil des Leipziger Universitätscampus am Augustusplatz. Die weitgehend intakte Kirche wurde 1968 trotz zahlreicher Proteste gesprengt. Der Entwurf ist Teil einer Neuplanung des Universitätsareals. Abstrahiert wird das Volumen der historischen Kirche aufgenommen. Zum Augustusplatz und Universitätscampus hin werden die Giebelseiten des Baukörpers durch eine abgehängte, doppelschalige Glasfassade abgeschlossen.Auf den Glasflächen sind im Originalmaßstab die jeweils entsprechenden Außen- beziehungsweise Innenansichten der Kirche als Siebdruck angebracht. Die Erschließung erfolgt über ein transparentes Foyer. Der über die gesamte Gebäudehöhe reichende Luftraum wird durch Stege aus den angrenzenden Fakultätsbereichen gequert, zwei gläserne Aufzüge übernehmen die Vertikalerschließung. Hinter dem Foyer liegt ebenerdig das kubische Volumen der neuen Universitätsaula. Der Boden aus Hubpodestelementen erlaubt eine freie, der jeweiligen Veranstaltung angepaßte Raumsituation. Umgänge auf zwei Ebenen an den Längsseiten ermöglichen den Zugang auch bei ausgefahrenen Podesten. Das obere Geschoß nimmt einen kleineren Mehrzwecksaal – etwa als Ausstellungsbereich für Spolien der Paulinerkirche – und, durch eine Glaswand getrennt, die Universitätskapelle auf.

Gutachten 2003, 2. Rang (nicht realisiert)
Bauherr: Freistaat Sachsen

Entwurf: Prof. Peter Kulka
Mitarbeiter: Philipp Stamborski,
Pit Dörrwächter, Katrin Krüger

Visualisierung: Peter Kulka Architektur