Peter Kulka Architektur

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2007 – 2009
Leopold-Hoesch-Museum
Düren

Das 1905 erbaute neo-barocke Leopold-Hoesch-Museum mit seiner repräsenta-
tiven Platzfassade wurde im 2. Weltkrieg schwer beschädigt und danach nur not-
dürftig repariert. Schon damals war die Möglichkeit einer Erweiterung vorge-
sehen. Der geplante Neubau greift diese Idee auf und vervollständigt den Bestand. Die vorhandenen Proportionen und Außenmaße werden respektiert und aufgenommen. Dem stark ornamental gegliederten Altbau mit seinen unter-
schiedlich strukturierten Naturstein-
fassaden setzt sich der Neubau mit einer minimalistischen Fassade entgegen. Der Dialog zwischen Alt und Neu wird durch einen gebäudehohen Zwischenraum - eine gläserne Fuge - verdeutlicht, in die sich lediglich der mittlere Trakt des Bestands hineinschiebt. Alt- und Neubau erschließen sich über die vorhandene zentrale Treppenhalle. Rundgänge sind auf beiden Ausstellungsebenen möglich. Altes und Neues bleibt ablesbar. Während des Rundgangs wird dem Besucher mit einem verglasten Erker angeboten, seine Blicke in die Ferne, auf die Annakirche und die Stadt schweifen zu lassen.

Bauzeit: 2007 - 2009
BGF: 4.300 m²
BRI: 22.000 m³
Bauherr: Stadt Düren

Entwurf: Prof. Peter Kulka
Mitarbeiter: Pit Dörrwächter,
Fabienne Hermes, Gregor Mikolaschek

Fotos: Lukas Roth Köln