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Bayerischer Bahnhof
Leipzig I 2000 - 2013
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Der südöstlich der Leipziger Altstadt gelegene Bayerische Bahnhof gilt als der älteste erhaltene Kopfbahnhof in Deutschland. Die Bahnhofsanlagen mit dem markanten viertorigen Portal als Abschluss des Gleisfelds wurden Anfang der 1840er-Jahre errichtet. Der Bahnbetrieb auf der historischen Trasse bestand bis zum Beginn der Baumaßnahme. Im Zuge einer Neuordnung des Regional- und S-Bahn-Verkehrs in Leipzig entstand der City-Tunnel. Die neue Station am Bayerischen Bahnhof ist als eine von drei Stationen Bestandteil des Großprojekts, welches 2013 vollendet wurde. Die oberirdischen Elemente der Zu- und Abgänge treten in ihrer Wirkung hinter das denkmalgeschützte historische Portal des Bahnhofs zurück. Der Eindruck der unterirdischen Station wird durch die voluminösen Lichträume der Erschließung bestimmt, die einen großzügigen Tageslichteinfall erlauben. Poetisch und überraschend muten darin die scheinbar zufällig positionierten farbigen Streben an, die teils Konstruktion, teils Lichtkörper sind. Die Anordnung der künstlichen Beleuchtung des Bahnsteigs folgt dem Rhythmus der Streben.

Wettbewerb 1997, 1. Preis
Bauherr: Deutsche Bahn AG

Entwurf: Peter Kulka, Philipp Stamborski
Mitarbeiter Wettbewerb: Klaus Radau, Philipp Stamborski
Mitarbeiter Planung: Philipp Stamborski, Cornelius Wens, Pit Dörrwächter, Thorsten Mildner

Fotos: Hans Christian Schink

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