Das Haus liegt an einer Kreuzung von Korridorstraßen in der nördlichen Altstadt von Köln. Angrenzend finden sich denkmalgeschützte Altbauten und Gebäude aus der Wiederaufbauzeit. Die blockhafte Grundkonfiguration des Hauses Flach wird durch eine Loggia und einen in der obersten Ebene aus der Fassadenflucht herausgedrehten und über den Straßenraum ragenden zweigeschossigen Kubus aufgebrochen. Durch die Loggia haben die ansonsten nur nach Norden und Westen orientierten Wohnbereiche eine zusätzliche Belichtung aus südlicher Richtung erhalten. Der eine Maisonettwohnung enthaltende Kubus bietet einen Blick über den Straßenraum zum Dom.

Die Fassade ist flächig mit quadratischen, matt anthrazitfarbenen Klinkern verkleidet. Bündig und fugenläufig dazu sind die Fenster eingeschnitten. Der jeweilige Lichteinfall bestimmt die Erscheinung der Fassade. Das matte Klinkermaterial gibt der Oberfläche eine steinerne Härte. Bei einem steilen Sonnenstand heben sich davon die Fenster als spiegelnde Flächen ab. Farbige Wände an der Loggia und in den Treppenhäusern bilden einen Kontrast zu der dunklen Fassade. Aus der dichten Packung von Wohn- und Praxisflächen sowie einer Tiefgarage resultierte ein komplexes inneres Gefüge mit zwei Treppenhäusern

Bauherr: Karl Flach Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG

Entwurf: Prof. Peter Kulka, Henryk Urbanietz
Mitarbeiter: Simone Webske, Jürgen Lindner, Werner Gronmayer