"Die Bielefelder Universität ist der größte Baukomplex der Stadt. Zwar eher am Stadtrand gelegen, gehört er doch zum Stadtbild, auf das er eine starke Wirkung ausübt. Als sich die Gestalt des Gebäudes abzuzeichnen begann, ging sozusagen von ihr selbst die Anregung aus, diesen Neubau in einer Ausstellung vorzustellen, den man als ein Symbol für die geordneten Komplexität unserer arbeitsteiligen, interdependenten, abstrakten, kommunikationsbedürftigen Gehäuse und Apparatenwelt auffassen kann. Die Gespräche mit den Architekten wie die Architekten selbst überzeugten davon, daß den Planungen trotz der vorgegebenen Struktur und aller einengenden Bedingungen ein bestimmter, leidenschaftlicher gestalterischer Wille zugrunde liegt. Er ist der Ausdruck dafür, daß unter den gegebenen Umständen versucht wurde, auch physische Bedürfnisse der Benutzer zu berücksichtigen. Zugleich wurde die Absicht deutlich, in ausdrücklicher Gegenwartsbezogenheit die Herausforderung der der industriellen Gesellschaft anzunehmen und sich die Möglichkeiten industriellen Bauens dienstbar zu machen und sie konsequent anzuwenden."

Ulrich Weisner

BGF: 62.000 m²
BRI: 1.200.000 m³
Bauherr: Nordrhein-Westfälische Hochschulbau- und Finanzierungesgesellschaft mbH

Entwurf: Helmut Herzog, Klaus Köpke, Peter Kulka, Wolf Siepmann und Katte Töpper

Mitarbeiter: Michael v. Tardy, Günter Baitz, Heinrich Bruns, Wolfgang Fischer, Wolfgang Gräfe, Ulrich Kaldeway, Gerd Kuchenbecker, Waltraud Kulka, Dieter Mengeringhausen, Barbara Nehring, Peter Pinkowsky, Ingrid Poschmann, Eckehardt Scheibler, Gerd Schröder, Heinke Töpper, Wilfried Vogelsang, Manfred Weber
 

Auszeichnungen: BDA Architekturpreis 1979