Orte verändern sich stetig. Die ehemalige Maschinenfabrik MAFA prägt bis heute das Bild von Heidenau mit. Die rudimentären Bauten bestimmen den Charakter des Ortes. Besucht man an einem Sonnentag diesen, erlebt man ihn vielfältig, gelassen und charmant. Das lässt die Idee wachsen, ihn zum Teil in seiner denkmalwürdigen Erscheinung zu bewahren und dies als Zeitschicht weiter leben zu lassen. So treten das Vorhandene und das Neue in einen Dialog und inspirieren uns, einen spannungsvollen vielfältigen Stadtteil zu entwickeln, der der Stadt Heidenau wie selbstverständlich ein unverwechselbares Zentrum schafft.

Der MAFA-Park wird zum geschützten Raum, der Geborgenheit bietet. Auf den Spuren der Geschichte wandelnd, entsteht Stück für Stück das neue Ensemble. Die neue städtebauliche Struktur folgt der Historie des Geländes und der vorhandenen Werksstraße parallel zu den Gleisen. Das Eingangsensemble an der Thomas-Mann-Straße bleibt größtenteils erhalten und bietet mit dem Service-Haus, in dem der ehemalige Speisesaal lag, den Auftakt ins Quartier. Der Fabrikplatz und seine umliegende historische denkmalgeschützte Bebauung eignet sich besonders zum Nachdenken über einen neuen Schulstandort mit einem alternativen Bildungsmodell – eine Ganztagsschule der besonderen Art.

 

Die beiden gut erhaltenen Gebäude an der Bahnlinie werden um einen dritten modernen Baukörper ergänzt und bilden zusammen mit den neuen Blöcken an der Hauptstraße des Quartiers den schallabsorbierenden Rücken. Die beiden zwischen ihnen liegenden Öffnungen im Bereich des Mühlgrabens und zwischen den beiden großen Gewerbeblöcken ermöglichen Blickbeziehungen zur anderen Seite – jenseits der Bahntrasse. Es gibt durchsichtige Schallschutzwände, die gleichzeitig die freien Plätze begrenzen. Die Erschließung der Gewerbebauten erfolgt über nach innen und außen beidseitig transparente Wege entlang der Bahn, die den Schallschutz komplettieren.

Der MAFA-Park bietet mit seinen unterschiedlichen Quartieren ideale Bedingungen, die Quartiere abschnittsweise zu verwirklichen - egal ob von Ost nach West oder von Süd nach Nord beginnend.

 

Wir sind der festen Überzeugung, dass das städtebauliche Konzept die Chance bietet, einen einmaligen Ort zu schaffen, der den Bedürfnissen unserer Zeit gerecht wird - machen wir uns gemeinsam auf den Weg.

BGF Gesamt: 122.832 m² (ohne TG)

PKW-Stellplätze Gesamt: 1176

 

Bauherr: BEST MARK Projektgesellschaft | Herr Bertram + Herr Dr. Stern

Entwurf: Peter Kulka
Gesamtkoordination: Katrin Leers-Kulka
Mitarbeiter: Elisa Kania, Stefan Pflips, Kevin Weidemann

Aquarelle: Peter Kulka Architektur

Modellfotografien: Prof. Jörg Schöner