Als sichtbares Zeichen im Hamburger Süd-West-Hafen erhebt sich der kraftvolle Neubau der Wasserschutzpolizei WSPK2. Selbstbewusst in seiner Zeichenhaftigkeit bildet das neue Gebäude ein markantes Schwergewicht an der Spitze des Afrikahöfts am Südufer der Elbe. In seiner plastischen Ausformung mit den weit auskragenden Baukörpern und mit der Nähe zum Hafen erinnert der Neubau der WSPK2 an eine Kommandobrücke eines Schiffes. Die exponierte Lage vorn an der Landspitze mit Blick hinüber zur Elbphilharmonie bildet die zukünftige, eindeutige städtebauliche Visitenkarte als weithin sichtbare Landmarke für die Wasserschutzpolizei und setzt einen Orientierungspunkt aus der Sicht der Schiffskapitäne.

Die Gliederung und die Anordnung der Funktionsbereiche des Baukörpers sind klar ablesbar. Im Sockelgeschoss befinden sich sowohl die Arrestzellen und das Waffenarsenal, als auch die sichere Garage und die technischen Räume. Während im Sockel- und Erdgeschoss die geschlossene Fassade den Sicherheitsanforderungen entspricht, werden die Fassaden der Obergeschosse, den Anforderungen der Büronutzung entsprechend, transparenter ausgebildet. Die horizontale Gliederung der präzisen Aluminiumfassade verleiht dem Baukörper mit seinen klaren Kanten und weiten Auskragungen einen dynamischen Charakter. Der Haupteingang für die Besucher befindet sich im Süden an der Afrikahöft-Strasse. Vom Eingang aus gelangt der Besucher über einen Sicherheitswindfang in den Wartebereich. Aus Sicherheitsgründen befindet sich der Eingang für die Angestellten an der Ostseite und orientiert sich zum Vor- und Parkplatz. Von diesem Treppenkern aus wird das gesamte Gebäude erschlossen. Die gewählte Stahl-Skelett-Konstruktion erlaubt auf zukünftige Veränderungen durch das Versetzen nichttragend ausgebildeter Trennwände schnell zu reagieren. Durch die klare Konstruktion kennzeichnen sich die oberen Geschosse durch flexible Nutzungszonen. Dies ermöglicht eine sehr vielseitige Aufteilung und Anordnung der Büros. Die langen Fensterbänder in den Obergeschossen versorgen die Büros mit ausreichend Tageslicht und lassen von Innen vielfältige Ausblicke auf die Elbe und in den Hafen zu. Die Büroräume sind natürlich belüft- und belichtbar. Zusätzlich bieten die Dachterrassen interessante Blicke über die Hafenlandschaft. Das einzigartige EIb-Panorama mit der EIb-Philharmonie und der Hafen-City bildet die Kulisse. Um die Wirtschaftlichkeit des Gebäudes zu optimieren, kann auf dem Flachdach verschattungsfreie Photovoltaikanlage vorgesehen werden.

Wettbewerb: 1996

Bauherr: Stiftung Deutsches Gartenbaumuseum

Entwurf: Peter Kulka
Mitarbeiter:

Fotos: Peter Kulka Architektur